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Donnerstag, 17. September 2009
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„Warum besteht Israels neue Regierung so stur darauf, dass Jerusalem Israels ungeteilte Hauptstadt bleibt?“
Von dem Moment an, als um das Jahr 1000 v. Chr. König David im Auftrag Gottes
Jerusalem zur Hauptstadt des jüdischen Volkes bestimmte, war Jerusalem der
Mittelpunkt des jüdischen Lebens und in der Diaspora das Herz jüdischen Hoffens
und Sehnens.
Keine andere Stadt hat eine solche beherrschende Rolle in der
Kultur und Religion und damit im Bewusstsein eines Volkes gespielt wie Jerusalem
im Leben der Juden und des Judentums. In den Jahrhunderten des Exils blieb
Jerusalem in den Herzen der Juden Mittelpunkt geistlicher Hoffnung und
zionistischer Erneuerung.
Überall in der Welt beten Juden in Richtung Jerusalem gewandt: „Nach Jerusalem,
in deine Stadt, werden wir in Freude zurückkehren!“ und wiederholen den Schwur
aus Psalm 137,5 „Vergesse ich dein, Jerusalem, so verdorre meine rechte Hand!“,
was genau übersetzt heißt: Wenn ich Jerusalem vergesse, verliere ich meine
Rechte an den Verheißungen, die Gott Israel gegeben hat, denn Juden, für die
Jerusalem keinen Stellenwert hat, gehen in der Assimilation unter und
verschwinden damit aus der Verheißungslinie Israels.
Immer wieder wird behauptet, dass die Moslems in der Neuzeit in Jerusalem die
Bevölkerungsmehrheit bilden. Das stimmt nicht, denn schon als 1844 die erste
Volkszählung durchgeführt wurde, lebten in Jerusalem 7120 Juden und 5000
Moslems; 1876 lebten schon 12.000 Juden in Jerusalem aber nur 7560 Moslems.
Heute leben in Jerusalem inkl. Neustadt 610.000 Juden und 180.000 Moslems.
Auch wenn Jerusalem von den meisten Staaten nicht als Hauptstadt Israels
anerkannt wird; war, ist und bleibt sie die Hauptstadt des Judenstaates Israel,
denn sie ist Gottes Stadt, in der Er wohnen und regieren wird (Sach. 8,3). Damit
ist Jerusalem die sicherste Stadt (Jer. 33,16; Sach. 14,11).
Sooft die Juden aus Israel vertrieben wurden – auch wenn sie Jahrhunderte im
Exil waren – kehrten sie immer wieder nach Zion zurück und bauten Jerusalem
jedes Mal schöner wieder auf, denn die Juden lieben Jerusalem am meisten, mehr
als alle zwischenzeitlichen Besatzer. So ist die Liebesgeschichte der Juden zu
Jerusalem die längste und tiefste in der ganzen Geschichte. Israels Anspruch an
Jerusalem ist biblisch-historisch begründet, die politischen Argumente sind
daher zweitrangig.
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