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Freitag, 30. Juli 2010
von ih Redaktion
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Schabbatlesungen
?Ekev ? Sobald? 5. Mose 7,12 bis 11,25; Prophetenlesung: Jesaja 49,14 ? 51,3
Kommentar:
Unsere Parascha (Wochenabschnitt) ist eine Lesung sehr reich an Inhalt, wo zig Kommentare und Erläuterungen geschrieben werden können.
Wir befinden uns noch an der Abschiedsrede Moses, Mose kannte ?seine Leute? und bangte ehrlich um ihren Glauben und Treue zu Gott ? sobald er sie nun verlassen muss. Darum öffnete er seine Rede hier in unserem Abschnitt mit der Belohnung wenn sie die Gebote Gottes einhalten werden, d.h.: ?Und es ward sobald (ekew) ihr meine Rechtsstimmungen hört und sie tut...? Wenn sie es nur täten! Dann steht ihnen soviel Segen zu. Worin Segen? ?Und Er wird dich lieben und dich segnen und dich zahlreich werden lassen. Er wird die Frucht deines Leibes segnen und die Frucht deines Landes?? (7,13) sowie keine Krankheiten und Siege über deine Feinde etc. Was für einen Segen, was für eine Verheißung! Hätte man nur!
Rabbiner geben zu diesem Wort ?Ekew?, was auch Ferse bedeutet, eine weitere Auslegung unserer Lesung: so niedrig und unsichtbar die Ferse ist, aber wichtig ? so ist auch jedes kleine Gebot nicht unterschätzen, sondern einzuhalten ? bis zum Kleinsten!
Das Kapitel 8 spricht von der Versorgung an Nahrung, aber beginnt mit dem Satz, das auf die Prioritäten hinweist. ?...um dich erkennen zu lassen, daß der Mensch nicht von Brot allein lebt. Sondern von allem, was aus dem Mund des HERRN hervorgeht, lebt der Mensch.? (8,3) Was später Jeschua selbst bei seiner Versuchung dem Teufel konterte.
Nachdem dies klar ist, konnte Gott das Land mit den Sieben (Frucht)arten (hebr. Schewa Minim) segnen: ?Ein Land des Weizens und der Gerste, der Weinstöcke, Feigenbäume und Granatbäume; ein Land mit ölreichen Olivenbäumen und Honig (gemeint ist Dattelhonig)?.
Interessant, dass die Reihenfolge wie sie im biblischen Text aufgelistet sind, chronologisch nach landwirtschaftlichen Erntezeiten des Jahres steht.
Nun fehlt nur noch das Dankesagen nach dem Essen, Vers 10 weist uns auf die Reihenfolge: ?achalta, sawata we-berachta ? du aßest, du wurdest gesättigt und du dankst den Herrn deinen Gott?. Für was soll gedankt werden? Für das gute Land, das Er uns gegeben hat! So sollen auch wir dies tun.
Darum ist das Tischgebet bei dem Juden nicht wie bei dem Christ, am Ende der Mahlzeit! D.h. vor dem Essen wird das Essen gesegnet (über Brot und/oder Wein) und am Ende wird gedankt! Von dieser Reihenfolge lesen wir auch in Joel 2,26.
(Wahrscheinlich wollte Gott, dass das Essen nicht kalt wird, und dadurch bleiben die Kinder auch bis zum Schluss am Tisch!!)
Ferner sehen wir in Kapitel 8 den Grund den Mose enthüllt, warum all die Versuchungen und schweren Zeiten während den 40 Jahren passierten.
Unser Prophetabschnitt aus Jesaja 49 spricht genau von einer Situation unterm Volk, wie die von heute: ?Zion sagt: Verlassen hat mich der HERR, der Herr hat mich vergessen. Vergißt [etwa] eine Frau ihren Säugling, daß sie sich nicht erbarmt über den Sohn ihres Leibes? Sollten selbst diese vergessen, Ich werde dich niemals vergessen!? Was für eine Verheißung! Trotz unserem Versagen.
Denn...: ?Und alles Fleisch wird erkennen, daß ich, der HERR, dein Retter bin, und der Mächtige Jakobs, dein Erlöser.?
Hier liegt unsere Hoffnung, und nicht in unseren Kräften!
- Michael Schneider -
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