Freitag, 10. September 2010




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Jüdische Weisheiten
Dienstag, 31. Juli 2007
Die Thora
Das hebräische Wort „Thora“, auch „Tora“ geschrieben, heißt übersetzt „Lehre“ bzw. „Unterweisung“. Die Thora ist der Pentateuch (griech. Fünfbuch), d.h. die Fünf Bücher Moses.

Die Thora wird allgemein als religiöse Gesetzessammlung angesehen, das heißt aber nicht, dass in den fünf Büchern Moses nicht auch andere Themen behandelt werden, wie z.B. die Schöpfung, die Sintflut oder Abrahams Opferbereitschaft, die Josef-Geschichte, der Exodus der Israeliten ins Gelobte Land usw.

Im engeren Sinn bezeichnet die Thora jedoch nur die Mose am Sinai übergebene Offenbarung Gottes. Somit ist die Thora die eigentliche Heilige Schrift des Judentums, das von Gott geoffenbarte Buch des Bundes Gottes mit seinem Volk Israel.

Die 187 Kapitel der Thora sind in einem Jahreszyklus in 54 Wochenabschnitte aufgeteilt, die „Paraschot“ heißen. Jede Parascha hat einen Titel, der aus den ersten Worten der neu begonnenen Parascha abgeleitet wird. Weil z.B. der siebte Wochenabschnitt (1. Mose 28,10 – 32,3) mit dem hebräischen Wort WaJeze (auf deutsch „Er zog aus“) beginnt, heißt dieser Wochenabschnitt „WaJeze“ und daher wird auch die Woche danach so benannt. So sagt man z.B. „Ich besuche Dich zu WaJeze“, d.h. in der Woche, die am Schabbat nach der Thoralesung „WaJeze“ beginnt.

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